Verdammt. Die Uhr tickt, dat jibt heißet Jummi unter de Sohle!
Da will man Architekt sein und muss doch den Mörtel anrühren. Mischmasch, Mastern, Kostencheck für Eilherstellung, Buttons, Juwelenorganisation, Shirts, Rider, Fantätscheln, HURZ!
Just in Time-Productions hoffen immer noch, termingerecht zum 1.5. die CD ins Rennen werfen zu können. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Da sind die 14 Songs fast heißnadelgestrickt, da klingelt das tragbare Fernsprechgerät. In den Raum soll sie kommen, die gnä’ Frau. Zu Befehl, die Herren Kollegen!
“Jetzt liegt es bei dir”. Ah ja, der angedeutete Halbkreis aus 2 Kerlen schmunzelt mich pseudoernster Miene an. Ein neues CD Design. Kurz vor 12. Aha? Nun ja, warum es sich leicht machen, wenn’s auch so geht. Dann halte ich das Ding in der Hand: “No way! Never!”. Stehe ja gern da oben und ganz vorne, aber bei aller Bereitschaft, sich im Namen der Truppe zum Oberlöffel zu machen, alles hat bekanntlich leichte Schames-Grenzen. Da vorn drauf schreit mich ein Motiv an, das NIE für die Öffentlichkeit gedacht war. Nur für den internen Berufs-Bedarf des geneigten Fotografen!
Taktisch klug von hinten durch die kalte Küche kommen Verkaufsargumente erster Güte. Ich bekomme eine neue Sichtweise, was Kerle für sexy halten und starre dabei immer noch eher fassungslos aufs Cover.
Ich frage mich still, ob eine Alice Schwartzer mir in einer fiktiven Talkshow neben Feldbusch sitzend vor Respekt die Luft ab-umärmelt oder mich als neue Schande der Frauenwelt schimpft.
Und wisst ihr was? Was solls!? Drauf geschissen. Rock and Roll oder was?
Zum Teufel mit der Weiblichkeit und ihren Klischees! Courtney, du viel gehasste Schlampe, zieh dich WARM an!
Das Einzige, das bleibt, sind die Kommentare meiner ersten Hausfrauentests am geneigten Zielpublikum elitärer Ansprache: Authentisch. Na dann: Mahlzeit!
So. Just in Time-Productions rufen mich in den Keller.
Da isses wenigstens dunkel…
Gehabt euch wohl, ihr Schönen dieser Welt!
Bis zum 1.5. Mai in voller Pracht und mit ganzer Wucht!
Queenie